Das Motiv
Es nützt die beste Kamera nichts wenn das richtige Motiv nicht gefunden wird. Oft wirkt das Bild langweilig weil ein falscher Bildausschnitt gewählt wird.
Einfaches drauf los knipsen bringt meistens auch nicht das gewünschte Ergebnis.
Der Goldene Schnitt / Die Drittel-Regel
Ein Bild wirkt leblos, wenn sich der fotografierte Gegenstand – egal ob ein Gebäude, Personen oder jedes andere Motiv, genau in der Mitte des Bildes plaziert wird. Rückt man das Motiv der Begierte ein wenig nach links oder rechts, also auf eine Höhe von zwei Drittel oder ein Drittel des Bildes, bekommt das Foto plötzlich Spannung und fängt an zu leben.
Diesen Trick haben schon Experten wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer in ihrer Malerei angewendet. In der Fachsprache redet man vom goldenen Schnitt.
Das Hauptmotiv sollte an den Schnittpunkten oder Entlang der gedachten Linien platziert werden.
Die Lichtrichtung
Die Lichtquelle ist ein entscheidender Faktor bei der Bildgestaltung. Je nachdem, wie das Licht auf das Motiv fällt – Gegenlicht, Licht von schräg vorn oder von oben – erzielt man eine unterschiedliche Wirkung. Die beste Tageszeit für Ausenaufnahmen ist Vormittag und in den Abendstunden, der Schatten fällt eleganter, Gesichtszüge bei Portraits wirken sanfter, wenn die Sonne tief steht.
Bei direkter Beleuchtung von vorne wirken die Bilder meist etwas flach und leblos, da kaum Schatten zu erkennen sind. Bei direktem Blitz ins Gesicht einer Potrait-Aufnahme entstehen meist helle Flecken im Gesicht. Am besten beobachtet man die verschiedenen Lichteinwirkungen mit Hilfe einer Lampe und einem Objekt das man aus verschiedenen Richtungen anleuchten kann und einfach ein Testbild davon erstellt .
Ausleuchtung mit einer Taschenlampe
Je weiter eine Lichtquelle entfernt ist, desto weicher wird ihr Licht, abhilfe schaffen da auch sogenannte Softboxen bei Nahaufnahmen.
Weiches Licht dagegen wird durch große reflektierende Flächen hervorgerufen, zb. wenn man gegen die Raumdecke Blitz. Je näher und größer diese sind, desto weicher und kontrastärmer ist die Lichtwirkung.
Profis raten nicht in der Mittagssonne im Freien zu Fotografieren da ein sehr hartes Licht entsteht.
Brennweite und Blende
Ein Bild wird gerade dann interessant, wenn ein Teil des Fotos leicht verschwommen ist. Bei Nahaufnahemen wie z.b. ein Portrait oder eine Nahaufnahme einer Blume darf ruhig alles, was sich im Hintergrund abspielt, ein wenig unscharf sein. Dadurch gewinnt das Motiv an Aussagekraft und unschöne Hintergründe verschwinden. Das sogennante Freistellen des Motives. Im gegenzug bei Landschaftsaufnahmen möchte man das Motiv und den Hintergrund scharf abbilden.
Den Effekt erreicht man mit Einstellung der Blende.
Genauer beschrieben habe ich es auf der Seite Belichtung und Kreativ-Programm Av.
Fotografieren ein Experiment
Experimentiert so viel es geht – es kostet auch nicht mehr ! Digitalkameras haben den Vorteil , dass sie Bilder machen können und bei Nichtgefallen wieder löschen kann.
erstelle Bildserien – gerade beim Fotografieren von Menschen kommen hier erstaunliche Ergebnisse heraus.
Verschiedene Lichtverhältnisse austesten, wechseln Sie den Blickwinkel und den Standpunkt – machen Sie jedes Foto mindestens viermal mit verschiedenen Belichtungen und Blenden.
Viel Spass beim finden des richtigen Motives und dem perfektem Bild.






