Die Belichtung
Die Belichtung
Die Belichtung des Bildes wird von drei Faktoren bestimmt: der Empfindlichkeit, der Blende und der Zeit.
Empfindlichkeit
Die Filmempfindlichkeit, der bei Digitalkameras das Produkt aus Quantenausbeute des Bildsensors und elektronischer Verstärkung entspricht, wird heute überwiegend in ISO angegeben. Die Reihe der gängigen Werte lautet:
ISO 100 – 200 – 400 – 800 – 1600
Eine Verdopplung des Wertes, ist auch doppelt so lichtempfindlich wie der vorher eingestellte.
In umgekehrter Reihenfolge halb so lichtempfindlich.
Mit zunehmender Empfindlichkeit steigt das Sichtbarwerden der Körnigkeit im Bild, bei Digitalkameras das Bildrauschen genannt.
Liegt die Empfindlichkeit des Aufnahmematerials einmal fest, bestimmen nur noch die Werte von Blende und Zeit die Belichtung.
Blende
Blende ist zunächst einmal eine meist aus dünnen einzelnen Lamellen gebildete Öffnung in den Objektiven. Ein Teleobjektiv beispielsweise von 50 mm freier Öffnung (D) und 200 mm Brennweite (f) besitzt die Blende 50 : 200 = 1 : 4, auch f /4 geschrieben.
Nur die Brennweite und die Blende, also 200 mm 1 : 4, wobei die angegebene Blende (hier 4) die größte einstellbare des Objektivs ist und damit seine Lichtstärke bezeichnet. Übliche Blenden sind:
f 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22
Die Blende erfüllt zwei wichtige Funktionen:
Einerseits steuert sie die Stärke der Belichtung des Bildsensors: Je größer die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Blendenöffnung und desto weniger Licht dringt durch das Objektiv. So lässt das Objektiv bei der Blendenzahl-Einstellung 5.6 weniger Licht durch als bei 2.8. So wird in Verbindung mit der Belichtungszeit die Belichtung des Aufnahmesensors geregelt.
Andererseits beeinflusst die Blende die Schärfentiefe: Mit größerer Blendenzahl und damit kleinerer Blendenöffnung wird nicht nur die wirksame Lichtmenge verringert, auch die Schärfentiefe wird kleiner. Folglich vergrößert sich der Bereich des Motivs, der noch als scharf wahrgenommen wird. Der Bereich der scharfen Abbildung (Schärfentiefe) nimmt beim Schließen der Blende also zu. Daraus folgt:
Je größer die Blendenzahl ist, desto größer ist die Schärfentiefe (und desto kleiner ist die Blendenöffnung)
Je kleiner die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Schärfentiefe (und desto größer ist die Blendenöffnung)
Beispiel: bei verschiedenen Blenden mit der Auswirkung auf die Tiefenschärfe.
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F 1.8 |
F 2.8 |
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F 4.5 |
F 8 |
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F 14 |
F 22 |
Zeit
Belichtungszeit ist die Dauer, für die sich der Verschluss der Kamera öffnet und den Sensor(Film) durch das Objektiv projiziertem Motiv aussetzt.
Übliche Belichtungszeiten sind:
(in Sekunden) 1/8 – 1/15 – 1/30 – 1/60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – 1/1000 – 1/2000
Wie bei der Blende wird auch hier in der angegebenen Reihenfolge die auf das Aufnahmematerial einwirkende Belichtung von Stufe zu Stufe halbiert, in umgekehrter Reihenfolge verdoppelt, so dass man auch den Unterschied zwischen zwei Werten in der Zeitreihe als Blendenwert oder Lichtwert bezeichnet.
Kurze Belichtungszeiten werden verwendet, wenn das Aufnahmelicht sehr hell ist, oder um Bewegung zu stoppen, lange Belichtungszeiten, wenn das Aufnahmelicht schwach ist oder um Wisch- oder Fließeffekte zu erzielen. Bei Belichtungszeiten von 1/125 s an abwärts besteht je nach verwendeter Brennweite Verwacklungsgefahr, so dass Blitzlichteinsatz oder ein Stativ erforderlich werden.
Unterbelichtete Bilder wirken zu dunkel und in den Schatten erscheint keine Zeichnung mehr. Sie laufen zu, was in der Digitalfotografie regelmäßig mit verstärktem Bildrauschen verbunden ist, wenn man versucht, den Belichtungsfehler nachträglich im Bildbearbeitungsprogramm am Rechner auszugleichen. Überbelichtete Bilder sind zu hell. In den Lichtern erscheint keine Zeichnung mehr, sie wirken ausgefranst und die Farben verwaschen.
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Belichtungsreihe:
Unterbelichtung -2 |
Belichtungsreihe:
korrekte Belichtung 0 |
Belichtungsreihe:
Überbelichtung +2 |






